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Fintech und innovative Modelle: Sind sie wirklich nützlich für Innovationen?

BANK- UND FINANZWESEN / von Miguel Gallardo Guerra

Seit der Veröffentlichung des Gesetzes zur Regulierung von Finanztechnologie-Instituten, das am 9. März 2018 im Amtsblatt der Föderation (im „Diario Oficial de la Federación“) veröffentlicht wurde (das „Fintech-Gesetz“), hat sich das sogenannte „Modelo Novedoso“ – ein Modell, bei dem Finanzdienstleistungen unter Verwendung technologischer Werkzeuge oder Mittel erbracht werden, wobei die Modalitäten von den zum Zeitpunkt der Erteilung der befristeten Genehmigung gemäß dem Fintech-Gesetz auf dem mexikanischen Markt bestehenden abweichen (auch als„Sandbox“ bekannt) – als Instrument zur Förderung finanzieller Innovationen in einem kontrollierten Aufsichtsumfeld etabliert. Doch wie nützlich war es tatsächlich für das Fintech-Ökosystem?

Das Ziel der Sandbox ist klar: Innovative Geschäftsmodelle, die noch nicht vollständig unter die geltenden Vorschriften fallen, sollen vorübergehend unter der Aufsicht der Nationalen Bank- und Wertpapierkommission betrieben werden können, sofern sie bestimmte technische, rechtliche und risikokontrollbezogene Anforderungen erfüllen.

Vorteile:

  • Dies ermöglicht es, innovative Modelle mit echten Kunden zu testen, ohne sich sofort dem gesamten regulatorischen Rahmen auszusetzen.
  • Es fördert den Dialog mit den Behörden und schafft damit Rechtssicherheit im Bereich neuer Finanztechnologien.
  • Beschleunigt die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen, die den künftigen Vorschriften entsprechen.

Herausforderungen:

  • Hohe technische und rechtliche Anforderungen, die viele Start-ups ohne fachkundige Beratung nicht erfüllen können.
  • Die befristete Gültigkeit der Genehmigung kann mittelfristige Wachstumsstrategien behindern.
  • Die Umsetzung verläuft nur langsam, was zu einer geringen Teilnehmerzahl geführt hat.

Dennoch bleibt die Sandbox ein wertvolles Instrument. Sie sollte weniger als Sofortlösung, sondern vielmehr als Übergangsphase zu einer flexibleren Regulierung betrachtet werden, die auf der Grundlage von Erfahrungen unter Aufsicht und dem gegenseitigen Lernen zwischen Innovatoren und Regulierungsbehörden aufgebaut wird.   Es wird wichtig sein, dass die mexikanischen Behörden das Fintech-Gesetz und die sekundären Vorschriften aktualisieren, um eine schrittweise und flexible Entwicklung innovativer Modelle in Mexiko zu ermöglichen. Dabei sollte ein Regulierungsrahmen eingeführt werden, der proportional und schrittweise an die Größe und Merkmale jedes Modells angepasst ist und Anreize für die Innovation neuer Unternehmen in Mexiko schafft.  

Bis bald!

Für weitere Informationen schreib uns bitte an:

mgallardo@bgbg.mx

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