Dissertationen und Rechtsprechung/ Rechtsstreitigkeiten / vonDaniel Majewski del Castillo,Guadalupe Villa Figueroa,Raúl Alonso Flores Hernández undFrida Isabel Velázquez Vargas.
Am #ThesisFriday | Am 26. Juni 2026 veröffentlichte die Wochenzeitschrift „Semanario Judicial“ 50 neue Rechtsgrundsätze: 9 Rechtsprechungsentscheidungen und 41 Einzelurteile.
Wir haben für Sie die wichtigsten davon ausgewählt, die vom Obersten Gerichtshof der Nation und den Kollegialgerichten der Berufungsgerichte erlassen wurden:
Zusammenfassungen von Abschlussarbeiten
Digitale Registriernummer: 2032328 / Dissertation: P./J. 145/2026 (12.)
Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs
Wird ein Ablehnungsantrag unter Berufung auf eine enge Freundschaft zum Richter gestellt, reicht dessen Stellungnahme aus, um festzustellen, ob eine solche Beziehung besteht oder nicht.
Wird ein Ablehnungsantrag unter Berufung auf eine enge Freundschaft zwischen der Gegenpartei und dem Richter gestellt, muss diese Beziehung zweifelsfrei und objektiv nachgewiesen werden; andernfalls reicht bereits die bloße Ablehnung durch den Richter aus, um den Antrag zurückzuweisen.
Digitale Registriernummer: 2032344 / Dissertation: P./J. 148/2026 (12.)
Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs
Gegen Beschlüsse, mit denen im mündlichen Handelsverfahren einstweilige Anordnungen gewährt oder abgelehnt werden, kann ein indirekter Rechtsschutz beantragt werden.
Dies liegt daran, dass Artikel 1390a des Handelsgesetzbuchs vorsieht, dass gegen die im mündlichen Handelsverfahren ergangenen Urteile kein ordentlicher Rechtsbehelf eingelegt werden kann, nicht einmal die vorgesehene Berufung. Eine gegenteilige Auffassung würde daher dem Ziel der Zügigkeit und Effizienz dieser Art von Verfahren zuwiderlaufen.
Digitale Registriernummer: 2032333 / Abschlussarbeit: I.10o.C. J/2 C (12a.)
Rechtsprechung der Berufungsgerichte
Bei Schuldscheinen oder Standardverträgen, bei denen der Unterzeichner keine echte Möglichkeit hatte, die Vertragsbedingungen auszuhandeln, darf die Klausel über die ausdrückliche Unterwerfung nicht zur Bestimmung der örtlichen Zuständigkeit herangezogen werden.
Wenn es sich um Schuldscheine handelt, die aus einseitig von Finanzinstituten ausgearbeiteten Standardverträgen stammen, bei denen der Unterzeichner keine echte Verhandlungsmöglichkeit hat, stellt die Gerichtsstandsklausel ein Machtungleichgewicht dar, das die zügige, unparteiische und umfassende Rechtspflege verfälscht, wenn sie für den Unterzeichner zu außerordentlichen Kosten führt und ein Hindernis für die wirksame Ausübung seines Verteidigungsrechts darstellt; daher darf sie bei der Anerkennung der Zuständigkeit nicht berücksichtigt werden.
Digitale Registriernummer: 2032341 / Dissertation: IX.2o.C.A.4 A (11a.)
Einzelurteil der Berufungsgerichte
In Amparo-Verfahren gegen Maßnahmen, die die Menschenrechte älterer Menschen beeinträchtigen, muss das Gericht diese aus der Perspektive älterer Menschen prüfen.
Die Perspektive älterer Menschen beinhaltet die rechtliche Verpflichtung, besonders auf Handlungen zu achten, die ihre Menschenwürde gefährden, insbesondere auf solche, für die sie aufgrund ihres Alters besonders anfällig sind, wie beispielsweise das Recht auf ein Existenzminimum, auf soziale Sicherheit und auf einen wirksamen Rechtsbehelf. Daher ist es unerlässlich, diese Angelegenheit durch einen besonderen Rechtsschutz zu regeln, um ihre Grundrechte zu gewährleisten.
Digitale Registriernummer: 2032324 und 2032350 / Dissertation: I.20o.A.56 A (12a.) und I.20o.A.55 A (12a.)
Einzelurteil der Berufungsgerichte
Angesichts der Herausforderungen, die die staatliche Biometrie mit sich bringt, muss das Recht auf Privatsphäre als persönliche digitale Souveränität neu definiert werden.
Die von den Behörden eingesetzte biometrische Überwachung birgt Risiken und führt zu Formen der Überwachung, die über den Rahmen der informativen Selbstbestimmung hinausgehen und deren Potenzial zum Schutz der Privatsphäre, das Privatleben der Menschen, ihre Sicherheit und ihre Integrität einschränken. Daher ist es notwendig, die Privatsphäre als Menschenrecht auf persönliche digitale Souveränität neu zu konzipieren, das eine wirksame Kontrolle über die biologische und verhaltensbezogene Identität der Menschen gewährleistet.
Digitale Registriernummer: 2032355 / Dissertation: I.20o.A.57 A (12a.)
Einzelurteil der Berufungsgerichte
Eine vorläufige Aussetzung ist zu gewähren, wenn eine Verfassungsbeschwerde gegen den Artikel des Allgemeinen Bevölkerungsgesetzes eingereicht wird, der die Einführung der biometrischen CURP vorsieht.
Dies liegt daran, dass diese Maßnahme die Behörden nicht daran hindert, ihre gesetzlichen Befugnisse auszuüben oder Maßnahmen zur Suche nach vermissten Personen zu ergreifen; außerdem verfolgt die erweiterte CURP zwar legitime Sicherheitsziele, doch müssen diese Ziele mit dem Schutz von Grundrechten wie der Privatsphäre und der digitalen Souveränität in Einklang gebracht werden, weshalb die Abwägung zwischen dem Anschein der Rechtmäßigkeit und dem gesellschaftlichen Interesse darauf hindeutet, dass die Gewährung der einstweiligen Verfügung gerechtfertigt ist, um unverhältnismäßige oder irreversible Beeinträchtigungen durch die Verarbeitung biometrischer Daten zu vermeiden.
Digitale Registriernummer: 2032332 / Abschlussarbeit: I.11o.A.1 A (12a.)
Einzelurteil der Berufungsgerichte
Gegen Entscheidungen der PROFECO, die die Einstellung des Verfahrens anordnen und nicht den wesentlichen Formvorschriften entsprechen, kann ein Verwaltungsrechtsstreit angestrengt werden.
Ein Verwaltungsgerichtsverfahren auf Bundesebene gegen den Beschluss der Bundesverbraucherbehörde (PROFECO) im Schlichtungsverfahren, mit dem die Einstellung des Verfahrens angeordnet wird, ist zulässig, wenn Verstöße gegen wesentliche Verfahrensvorschriften geltend gemacht werden, die für dieses alternative Streitbeilegungsverfahren gelten.
Die Vereinbarung, mit der das Schlichtungsverfahren abgeschlossen und die Aktenablage angeordnet wird, kann im Rahmen eines Bundesverwaltungsgerichtsverfahrens angefochten werden, da die PROFECO durch die Aktenablage das Verfahren beendet und keine offenen Fragen mehr zu klären sind. Dies bedeutet, dass es sich nicht um einen bloßen Verwaltungsakt handelt, sondern um eine endgültige Entscheidung, die die Rechte der Parteien beeinträchtigt. Wenn die Behörde das Verfahren also ohne Einhaltung der Formvorschriften beendet hat, kann diese Entscheidung vom Bundesverwaltungsgericht überprüft werden.
Digitale Registriernummer: 2032342 / Dissertation: I.20o.A.1 K (12a.)
Einzelurteil der Berufungsgerichte
Das Bezirksgericht muss von Amts wegen Beweise einholen, um den Eingang eines an eine offizielle E-Mail-Adresse gesendeten Antrags zu überprüfen, wenn die Behörde den Erhalt bestreitet.
In Fällen im Zusammenhang mit dem Petitionsrecht, in denen Streit darüber besteht, ob ein auf elektronischem Wege übermittelter Antrag bei der Behörde eingegangen ist, obliegt es zunächst dem Antragsteller, dessen Einreichung nachzuweisen. Liegen jedoch Anhaltspunkte für die Übermittlung vor und bestreitet die Behörde den Erhalt, muss das Gericht von Amts wegen die erforderlichen Nachweise einholen, um das Vorhandensein des Antrags in den offiziellen digitalen Archiven zu überprüfen. Dies dient dazu, die Rechtssicherheit der Entscheidung zu gewährleisten, verfahrensrechtliche Ungleichgewichte zu vermeiden und irreparable Beeinträchtigungen des Rechts auf Zugang zur Justiz zu verhindern.
Diese Veröffentlichung wurde vonDaniel Majewski del Castillo,Guadalupe Villa Figueroa,Raúl Alonso Flores Hernández undFrida Isabel Velázquez Vargaserstellt.


