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„Dissertationsfreitag“ – 7. August – Wochenzeitung des Bundesjustizwesens

Dissertationen und Rechtsprechung/ Rechtsstreitigkeiten / vonDaniel Majewski del Castillo,Guadalupe Villa FigueroaundRaúl Alonso Flores Hernández.

Am #ThesisFriday | Am 7. August 2026 veröffentlichte die Wochenzeitschrift „Semanario Judicial“ 30 neue Rechtsprechungsgrundsätze: 8 Rechtsprechungsentscheidungen und 26 Einzelurteile.
Wir haben für Sie die wichtigsten davon ausgewählt, die vom Obersten Gerichtshof der Nation, den Kollegialgerichten der Gerichtsbezirke und den regionalen Plenarsitzungen der Gerichtsbezirke erlassen wurden:

Zusammenfassungen von Abschlussarbeiten

Digitale Registriernummer: 2032457 / Dissertation: PR.A.C.CN. J/44 A (12a.)

Rechtsprechung der regionalen Plenarsitzungen

Die Zahlung einer in Guanajuato für nichtig erklärten Verkehrsstrafe stellt eine unrechtmäßige Zahlung dar, weshalb die Steuerbehörde den Betrag zuzüglich der entsprechenden Zinsen ab dem Datum der Zahlung zurückerstatten muss.

Die Steuerzinsen im Zusammenhang mit der Rückerstattung von Abgaben sind Verzugszinsen und dienen als Entschädigung für den Steuerpflichtigen wegen des Verzugs der Steuerbehörde. Diese fallen unter anderem dann an, wenn eine Steuerforderung, wie beispielsweise eine Geldbuße, vor Gericht für nichtig erklärt wird und somit zu einer unrechtmäßigen Zahlung wird; in diesem Fall ist die Steuerbehörde verpflichtet, den gezahlten Betrag zusammen mit den Zinsen, die ab dem Zeitpunkt der Zahlung bis zur tatsächlichen Rückerstattung angefallen sind, zurückzuerstatten.

Digitale Registriernummer: 2032445 / Dissertation: I.10o.C.17 C (12a.)

Einzelurteil der Berufungsgerichte

Das Eigentum an einer im Rahmen eines Nachlassverfahrens zugeteilten Immobilie entsteht durch den gerichtlichen Beschluss über die Teilung und Zuteilung, weshalb eine notarielle Urkunde nicht zwingend erforderlich ist, um dies nachzuweisen.

Im Erbrecht wird die Übertragung des Eigentums an einer Immobilie durch den gerichtlichen Beschluss, mit dem die Teilung und Zuteilung genehmigt wird, wirksam und nicht durch die anschließende Beurkundung in Form einer öffentlichen Urkunde, die lediglich dem Zweck der Offenlegung gegenüber Dritten dient. Daher stellt die Forderung nach einer öffentlichen Urkunde als Voraussetzung für den Nachweis des Eigentums eine ungerechtfertigte Einschränkung dar, da die gerichtlichen Verfahren ausreichen, um das Eigentumsrecht des Erben nachzuweisen.

Digitale Registriernummer: 2032449 / Dissertation: 2032449

Einzelurteil der Berufungsgerichte

Mietstreitigkeiten im Zusammenhang mit Immobilien, die zu gewerblichen Spekulationszwecken genutzt werden, sind im mündlichen Handelsverfahren zu verhandeln.

Streitigkeiten, die sich aus der Vermietung von Immobilien zu gewerblichen Spekulationszwecken ergeben, werden im mündlichen Handelsverfahren verhandelt. Da das Handelsgesetzbuch kein spezifisches Verfahren vorsieht (wobei Ausnahmen eng auszulegen sind), finden ergänzend die Bestimmungen der Nationalen Zivil- und Familienprozessordnung Anwendung, um eine zügige Abwicklung und die landesweite Harmonisierung der Verfahrensabläufe zu gewährleisten.

Digitale Registriernummer: 2032455 / Abschlussarbeit: XVII.1o.P.A.10 A (12a.)

Einzelurteil der Berufungsgerichte

Öffentliche Bildungseinrichtungen, die Bildungsangebote für Minderjährige bereitstellen, sind verpflichtet, diese in einem sicheren Umfeld anzubieten und dabei deren Gesundheit zu gewährleisten.

Gemäß dem Grundsatz des Kindeswohls, der von den staatlichen Behörden verstärkte Schutzmaßnahmen verlangt, müssen Schulen ein sicheres und förderliches Umfeld bieten, das die Gesundheitsfürsorge für Mädchen und Jungen während der Schulzeit gewährleistet und damit eine grundlegende Basis für die Ausübung der Rechte auf Würde, Unversehrtheit und Bildung bildet.

Digitale Registriernummer: 2032458 / Abschlussarbeit: XVII.1o.P.A.10 A (12a.)

Einzelurteil der Berufungsgerichte

Damit die gesetzliche Subrogation in die Rechte des Gläubigers wirksam wird, müssen die in den einschlägigen Bestimmungen des Bundesbürgerlichen Gesetzbuchs festgelegten Voraussetzungen erfüllt sein.

Das sogenannte Subrogationsdarlehen oder die Subrogation ex mutuo, für das folgende Voraussetzungen gelten: 1) Der Nachweis, dass die Schuld vom Schuldner mit Geld beglichen wurde, das ihm ein Dritter – der neue Darlehensgeber – zu diesem Zweck geliehen hat; 2) das Darlehen muss in einer öffentlichen Urkunde, d. h. in einer notariellen Urkunde, festgehalten sein; und 3) in dem Dokument muss ausdrücklich angegeben sein, dass der Zweck des Darlehensvertrags darin besteht, die Schuld des Darlehensnehmers zu begleichen.

In diesem Zusammenhang hat das Fehlen einer der oben genannten und im Bundesbürgerlichen Gesetzbuch vorgesehenen Voraussetzungen zur Folge, dass die gesetzliche Subrogation nicht greift.

Digitale Registriernummer: 2032460 und 2032459 / Dissertation: I.20o.A.67 A (12a.) und I.20o.A.66 A (12a.)

Einzelurteil der Berufungsgerichte

Das Außenministerium muss den vorläufigen Reisepass für Minderjährige in einer vorläufigen Pflegefamilie ausstellen, um Einschränkungen ihrer Rechte auf Identität und Freizügigkeit zu vermeiden, sofern keine Entführungsgefahr besteht.

Die vorläufige Geburtsurkunde ist ein geeignetes Dokument zum Nachweis der Identität und der Rechtsstellung eines Minderjährigen in einer voradoptiven Pflegefamilie; daher verletzt die Verweigerung eines Reisepasses aufgrund fehlender formeller Abstammung dessen Grundrechte auf Identität, Freizügigkeit und Familienzusammenleben. Angesichts dessen müssen das Außenministerium und die Behörden die Vorschriften im Sinne des Kindeswohls und des „pro persona“-Prinzips auslegen, dabei übermäßigen Formalismus vermeiden und die familiäre Realität gegenüber erwachsenenzentrierten Ansätzen priorisieren. Ebenso können die Gerichte die Ausstellung eines befristeten vorläufigen Reisepasses anordnen, sofern angemessene Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, wie beispielsweise die Kontrolle der Reiseroute, Ortungsmechanismen und die Gewährleistung der Rückkehr, um die Ausübung seiner Rechte mit der Vermeidung jeglicher Entführungsgefahr oder Gefährdung seiner Unversehrtheit in Einklang zu bringen.

Digitale Registriernummer: 2032461 / Abschlussarbeit: I.4o.T.11 L (12a.)

Einzelurteil der Berufungsgerichte

Die Verpflichtung zur Anmeldung und zur Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen für eine Hausangestellte ist ab dem 2. Juli 2021 einzuschränken.

Aus den Bestimmungen zum Pilotprogramm zur Einbeziehung von Hausangestellten in das obligatorische Sozialversicherungssystem und den dazugehörigen Übergangsbestimmungen geht hervor, dass nach Ablauf des Zeitraums von 18 Monaten (am 2. Januar 2021) und der zusätzlichen Frist von 6 Monaten (am 2. Juli desselben Jahres) die obligatorische Anmeldepflicht für das formelle Versicherungssystem ab diesem letzten Datum gilt.

Digitale Registriernummer: 2032468 / Abschlussarbeit: I.12o.C.2 C (12a.)

Einzelurteil der Berufungsgerichte

Die Widerklage ist im Verfahren um Sorgerecht und Unterhalt, das sich aus dem Scheidungsprozess ohne Angabe von Gründen in Mexiko-Stadt ergibt, zulässig.

Scheidungsverfahren ohne Angabe von Gründen sind summarische Verfahren, die den Grundsätzen der zügigen und wirtschaftlichen Verfahrensführung unterliegen, wobei Gegenklagen in der Regel nicht zugelassen sind, um Verzögerungen zu vermeiden; da jedoch mit dem ordentlichen Verfahren vereinbare Regeln zugelassen werden, lässt die Auslegung der geltenden Gesetzbücher den Schluss zu, dass die Parteien bei fehlender Einigung über den Vorschlag und den Gegenvorschlag bezüglich Sorgerecht, Obhut und Unterhalt ihre Ansprüche hinsichtlich der Scheidungsfolgen durch eine entsprechende Widerklage erweitern oder ändern können und dabei sogar neue Beweismittel vorlegen dürfen.

Digitale Registriernummer: 2032474 / Abschlussarbeit: III.7o.A.6 A (12a.)

Einzelurteil der Berufungsgerichte

Eine vorläufige Aussetzung im Verfahren auf indirekten Rechtsschutz gegen die Aufnahme in die von der UIF herausgegebene Liste gesperrter Personen ist unzulässig, wenn diese auf den anwendbaren normativen Teil des Gesetzes über Kreditinstitute zurückzuführen ist.

Die Aufnahme in die im Kreditinstitutsgesetz vorgesehene Liste der gesperrten Personen stellt das objektivste Kriterium dar, um die Unzulässigkeit der einstweiligen Verfügung festzustellen und die vorläufige Aussetzung abzulehnen, da sie belegt, dass die Sperrung von Bankkonten auf die Befugnisse zur Verhinderung von Geldwäsche und zur Verhinderung der Streuung von Mitteln offenbar illegaler Herkunft beruht, ohne dass zuvor die Begehung einer Straftat nachgewiesen werden muss.

Digitale Registriernummer: 2032475 / Abschlussarbeit: XVII.1o.P.A.7 A (12a.)

Einzelurteil der Berufungsgerichte

Die vorläufige Aussetzung des Verfahrens zur indirekten Verfassungsbeschwerde mit vorläufiger Wiederherstellung der Rechtslage ist zulässig, das gegen die unterlassene Antwort auf den Antrag auf Aufnahme in das Rentenprogramm für das Wohlergehen von Menschen mit dauerhafter Behinderung gerichtet ist.

Die ausbleibende Antwort der Behörde auf den Antrag auf eine Invaliditätsrente verletzt die in unserer Verfassung verankerten Grundrechte und lässt die betroffene Person schutzlos zurück, da sich die mögliche Auszahlung verzögert. Ohne der Sache in der Sache vorzugreifen und da ein Anschein berechtigter Ansprüche besteht, ist eine vorläufige Aussetzung zu gewähren, um die Behörde zu verpflichten, innerhalb von 24 Stunden eine Entscheidung zu treffen. Diese Maßnahme verpflichtet dazu, den Antrag und die Anlagen gemäß den Verfahrensvorschriften zu prüfen und, sofern der Antrag begründet ist, die Rente unverzüglich rückwirkend zum Datum der Antragstellung auszuzahlen.

Die Veröffentlichung wurde vonDaniel Majewski del Castillo,Guadalupe Villa FigueroaundRaúl Alonso Flores Hernándezerstellt.